Kriegerherz

Erschienen am: 23.12.2009
Erstellt von: Perlus

MISSION 1 - RAUBZUG DER WIKINGER

Das ganze Debakel begann beim Fest zu Ehren unseres Gottes Odin. Mein Neffe Erik versprach seinem Vater in See zu stechen und mit einer noch nie da gewesenen Beute heimzukehren. Damit man mich recht versteht, ich liebte meinen Neffen, doch wenn er mit der Waffe genauso gut umgehen könnte, wie mit seinem Mundwerk, dann wäre er sicherlich unschlagbar. Irgendwie kam er da ganz nach meinem Bruder. Das Ende vom Lied war, das wir am nächsten Tag mit drei Langschiffen aufbrachen, und ich als Aufpasser für Erik mit auf die Reise gehen durfte.

Nach langer Seefahrt entdeckten wir dann diese wunderschöne Insel und kurz darauf zwei römische Handelsschiffe. Jetzt schlug mein Wikingerherz höher, denn wo die Römer ihre Zelte aufgeschlagen hatten, da gab es auch immer reiche Beute. Unsere Kundschafter berichteten, dass die Eingeborenen bei der römischen Besatzungsmacht wertvolles Gold gegen billigen Plunder eintauschten. Doch an der Sache musste noch mehr dran sein. Es gelang uns, unbemerkt einen Römer gefangen zu nehmen. Dieser erzählte von einer goldenen Opferstätte mit wertvollen Götzenstatuen. Der befehlshabende Tribun hatte bereits Verstärkung angefordert, und wollte dann in einem günstigen Moment alles Gold an sich bringen.

So hatten wir beschlossen, das gesamte Gold in unseren Besitz zu bringen. Ich konnte mir jetzt schon das dumme Gesicht meines Bruders vorstellen, wenn wir mit zwei goldbeladenen römischen Handelsschiffen im Schlepptau heimkehrten. Die Sache fing langsam an, mir zu gefallen. Da Erik auf einmal nicht mehr sicher war, ob er der richtige Anführer für dieses Unternehmen war, hatte ich dann selbst das Kommando übernommen. Was sollte jetzt noch schief gehen?

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MISSION 2 - HELDEN IN GEFAHR

Nachdem wir mit der Goldladung heimgekehrt waren und als Helden gefeiert wurden waren mittlerweile acht Monate vergangen.

Viel war in dieser Zeit geschehen, denn Rom hatte einen neuen Triumph errungen. Ganz Norwegen war im Sturm genommen worden. Ganz Norwegen? Nun ja, zumindest hieß es so in den offiziellen Verlautbarungen. Allerdings gab es da noch Eriks Dorf im Norden, das bisher erfolgreich Wiederstand leistete.

Tribun Plautius fühlte sich nicht ganz wohl in seiner Haut, denn heute Morgen hatte er die Mitteilung erhalten, dass Caesar selbst die Erfolge seiner Truppen in dieser Region begutachten wollte. Und gerade in diesem Moment hatten diese verdammten Wikinger wieder zu geschlagen und das römische Vorratslager geplündert. Die Burschen hatten natürlich auch den wertvollen Wein, den der Imperator so gern zu trinken pflegte, mitgehen lassen.

Selbstverständlich hatte Caesar von seinen Spionen schon längst von diesem Dorf erfahren und kam daher auch nicht zufällig vorbei, sondern er wollte hier ein für alle mal ein Exempel statuieren. Niemand sollte es künftig wagen, dem glorreichen Rom zu trotzen.

Im Lager der Wikinger:
Während wir die erbeuteten Schweine auf den Grill warfen, genüsslich den römischen Wein schlürften und die Heldengeschichten meines Neffen Erik über uns ergehen ließen, kam die Gefahr in Gestalt einer römischen Elitelegion unmerklich näher. Hätte ich davon gewusst, dann wäre ich sicher nicht den Reizen dieser hübschen Wikingerbraut erlegen.

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MISSION 3 – HEIMATLOS

Ich hatte ja in meinem Leben schon viel erlebt, aber das war eigentlich nicht zu glauben. Nachdem wir die Römer glorreich geschlagen hatten, machten wir uns schnellstmöglich aus dem Staub, denn Caesar würde sicherlich weitere Legionen schicken. So sammelten sich die letzten freien Wikinger in den östlichen Fjorden, um über unsere weitere Vorgehensweise zu beraten. Jene, die unseren Erik noch nicht kannten, beeindruckte seine Rede so sehr, dass er mit großer Mehrheit zum neuen Anführer gewählt wurde.

So waren wir dann mit unseren letzten Langschiffen planlos, wie konnte es auch anders sein, aufs offene Meer gesegelt, und kurz bevor uns der Proviant ausging sahen wir in der Ferne die Umrisse einer großen Insel. Als wäre er von den Göttern gesandt, prahlte mein Neffe, dass dieses unsere neue Heimat sei, die er uns versprochen habe. Natürlich stellte sich schnell heraus, dass die Insel vor kriegerischen Eingeborenen nur so wimmelte. Wir entschlossen uns also etwas Wild zu erlegen, Trinkwasser aufzunehmen und diesen unheilvollen Ort sofort wieder zu verlassen. Doch das Schicksal spielte uns einen Streich, denn in einem aufbrausenden Sturm wurden alle unsere schönen Schiffe, zumindest vorrübergehend, manövrierunfähig. Jetzt hingen wir doch tatsächlich auf dieser verdammten Insel fest.

Als ob die blutdürstigen Wilden nicht Plage genug gewesen wären, entdeckten wir im Norden der Insel auch noch eine starke römische Garnison. Es war natürlich nur eine Frage der Zeit, bis diese uns ebenfalls entdeckten. Andererseits wäre es sicherlich von Vorteil, wenn wir uns aus deren Holzlager einige wertvolle Hölzer ausleihen könnten, denn damit hätten wir unsere Schiffe in null Komma nix wieder seetüchtig.

Nun, den etwas ratlosen Erik hatte man vor einigen Stunden als Anführer abgewählt und mich zu seinem Nachfolger ernannt. Odin möge mit mir sein, denn jetzt durfte ich wieder die Kohlen aus dem Feuer holen.

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MISSION 4 – DIE RÜCKKEHR

Als uns die Kunde erreichte, dass Caesars Legionen unser Land verlassen hatten, zog es uns zurück in die Fjorde der Wikinger. In Gedanken sah ich mich an einem kalten Winterabend umhüllt von einer molligen Decke mit einer schönen Frau an der Seite am lodernden Feuer meines Kamins sitzen. Ja, es war wirklich Zeit endlich heimzukehren.

Mein Neffe hatte sich in den letzten Monaten sehr verändert. Sein kindliches Lächeln war einem harten Gesichtsausdruck gewichen. Nachdem ich ihm die Grundlagen des Kämpfens gelehrt hatte, war er ständig bedacht gewesen, seine Kampfkraft zu verbessern. Und er hatte wirklich ein enormes Talent, welches natürlich in der Familie lag. Sein Ansehen bei den Männern war stetig gewachsen und viele, die ihn vorher verspottet hatten, zeigten offen ihre Bewunderung für meinen Erik. Aufgrund seines Blutes war er bestimmt die Stämme der Wikinger zu führen, denn schließlich war sein verstorbener Vater der Wikingerkönig Harald gewesen.

Unser heimatliches Dorf war verlassen, doch nach und nach kamen alle zurück, und es schien als wäre alles so wie früher. Doch der Schein trog, denn im Südwesten gab es noch immer eine römische Festung und im Norden hatten die Azteken eine Siedlung gegründet und ihren Anspruch auf dieses Gebiet verkündet. Diese Wilden waren sogar so weit gegangen, dass sie den Heiligen Friedhof der Wikingerkönige in Besitz genommen hatten. Als in den Bergen der erste Schnee fiel und wir das weihnachtliche Fest mit süffigem Met und einem vorzüglichem Mahl ausgiebig gefeiert hatten, stelle sich Erik an die Spitze unserer Männer. Dieses Mal gab es keinen, der ihm diesen Anspruch verwehrte und keinen, der nicht bereit war für ihn zu kämpfen. Die Wikinger hatten endlich wieder einen König, und der Kampf um unsere Heimat konnte beginnen.

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MISSION 5 – DIE LANDUNG

Viele Jahre waren vergangen seit Erik die letzten Römer aus unserem Land gejagt hatte. Wie es seine Bestimmung vorsah, hatte man ihn anschließend zum König ernannt, und ich muss sagen er war ein guter Herrscher geworden. Nun standen wir hier in einem kleinen Dorf an der Küste und sahen aus der Ferne Dutzende römischer Galeeren ankern. In Eriks Gesicht erkannte ich, dass er diesen Tag gefürchtet hatte. Caesar war mit seinen Truppen in das Land der Wikinger zurückgekehrt, um es ein zweites Mal zu erobern. Unsere erste Sorge galt aber nun zunächst diesem Dorf, es musste sofort geräumt werden, denn schon bald würden die ersten Römer hier auftauchen.

Kurz darauf im Hauptlager der Wikinger:
Erik war von den Gräbern der Ahnen zurückkehrt und hatte dort die Hilfe Odins erbeten. Die Stammesfürsten hörten nun aufmerksam seine Befehle. Man wollte den Römern trotzen. Zwei stolze Legionen hatten die Römer aufgeboten, eine riesige Streitmacht. Und doch hatten wir uns jahrelang auf diesen Tag vorbereitet, denn unsere Armee war stetig vergrößert worden. An der westlichen Küste, an der die Kampfgaleeren ankern, hatte Caesar übrigens sein Hauptquartier errichtet. Dieses Gebiet wurde von seiner Leibwache gesichert. Ich sah in die Gesichter meiner Gefährten, ja sie waren alle bereit unser Land zu verteidigen und ihr Leben dafür zu geben. Und einen Trumpf hatten wir auf jeden Fall in unserer Hand, denn wir hatten den besten König den unser Land jemals besaß, meinen Neffen Erik.

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MISSION 6 – RETTET DEN KÖNIG

Weitere sechs lange Jahre waren vergangen. Erik hatte die Zeit genutzt und das Volk der Wikinger zu Reichtum und Wohlstand geführt. Heute waren wir mächtiger als jemals zuvor. Doch es gab auch Schattenseiten, denn die Grenzstreitigkeiten mit den Sachsen kosteten immer mehr Opfer. Umso überraschter waren wir, als unser Erzfeind ein Friedensangebot schickte. Der Vertrag sollte im Königsschloss der Wikinger im Beisein aller Fürsten und Sachsenoberhäupter besiegelt werden.

Der Winter stand vor der Tür und bald würde der erste Schnee fallen. Die letzte Nacht war kalt und einsam, daher hatte ich wohl wieder mal zuviel getrunken. So war ich viel zu spät aufgewacht. Die Feierlichkeiten würde ich daher leider verpassen. Ich glaubte aber Erik wird es einem alten Mann verzeihen.


Gegen Mittag klopfte es an meiner Tür und der blutverschmierte Hauptmann der Königswache brach vor mir zusammen. Nach einem Glas Met erfuhr ich die bittere Wahrheit. Diese Hunde von Sachsen hatten sich mit den Römern verbündet und waren mit Hilfe des Verräters Fürst Igor während der Friedensfeier in unser Land einmarschiert. Alle anderen Fürsten und auch Erik wurden inhaftiert und in ein geheimes Versteck gebracht. Allerdings berichtete der Hauptmann, dass unser König vor seiner Verhaftung mehr als 20 Feinde eigenhändig niederstreckte und Fürst Igor einen schallenden Schlag ins Gesicht verpasst hatte. Ja, das war ganz mein Erik.

Ich schickte Boten an die Stammesfürsten. Alle kamen sie, um ihren König zu befreien und ihn zu sterben. Für mich war es eine große Ehre, noch einmal an der Spitze dieser Männer zu stehen, um für Ruhm und Ehre zu kämpfen. Wir hoben unsere Schwerter für den Einen, der gekommen war, um die Wikinger zu führen. Für meinen Erik. Ich freute mich auf diesen Kampf, Obwohl ich fühlte, dass es mein letzter werden sollte. Aber wer wollte schon ewig leben.

Nachwort:
Der erste Schnee war gefallen und König Erik lief über das Schlachtfeld. Auf beiden Seiten waren viele tapfere Kämpfer gefallen. Vor dem Körper seines Onkels blieb er stehen und schloss dessen leblose Augen. Er nahm das goldene Schwert, das einst seinem Vater gehörte und hob es in die Höhe. Mit fester Stimme rief er: „Wir haben heute einen hohen Preis für diesen Sieg gezahlt. Ein Kriegerherz hat aufgehört zu schlagen."

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For all English Settlerfriends
Of course you will find an English description in the maps. Have much fun.

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Mission 1 - Raubzug der Wikinger
Restaurierte Version der ehemaligen "V01 - The Viking Raid".
Schwierigkeit: einfach, Vollversion ausreichend.

Mission 2 - Helden in Gefahr
Restaurierte Version der ehemaligen "V02 - Heroes in danger".
Schwierigkeit: einfach, Vollversion ausreichend.

Mission 3 - Heimatlos
Restaurierte Version der ehemaligen "V03 - Homeless".
Schwierigkeit: einfach, Vollversion ausreichend

Mission 4 - Die Rückkehr
Restaurierte Version der ehemaligen "V04 - The Return".
Schwierigkeit: einfach, Vollversion ausreichend.

Mission 5 - Die Landung
Restaurierte Version der ehemaligen "V05 - The Landing".
Schwierigkeit: einfach, Vollversion ausreichend.

Mission 6 - Rettet den König
Neu erstellte finale Map.
Schwierigkeit: normal, ACHTUNG: Add-on benötigt

Hinweis: Weder die Originalversionen noch die restaurierten Karten wurden bisher auf Mapsource hochgeladen.

Ich empfehle für die Kampagne die alten Texturen.

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Download with one click the braveheart-bundle:

Mission 1 - The Viking-raid (easy, release)
Mission 2 - Heroes in danger (easy, release)
Mission 3 - Homeless (easy, release)
Mission 4 - The return (easy, release)
Mission 5 - The landing (easy, release)
Mission 6 - Save the king (normal, add-on)

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